Handanalyse und Traumübersetzungen

Die Faszination von 1001 Nacht

27.01.2017 12:12
von Barbara Vassalli
Copyright Bild: Istock

Das Land der farbenen Turbane, Wunderlampen und fliegenden Teppiche, hat mir als Kind schon mehr als nur den Ärmel reingezogen. Für die Reisen in meine verwunschene Welt hatte ich einen Weg für mich entdeckt, ohne Flugticket oder wochenlange Schiffsüberfahrt. Für mich war es damals das Natürlichste überhaupt, mich einfach hinzulegen, die Augen zu schliessen und mit meiner ganz persönlichen, inneren Zeitmaschine, weit, weit weg zu reisen. Meine Fantasie war grenzenlos und doch so greifbar und real für mich.

Meine erste wirkliche Reise in den nahen Osten, da war ich 18, war nach Israel. Auch viele Jahre nach diesen Monaten im Kibbutz, durfte ich als Flightattendant immer wieder zurückkehren an diesen mystischen Ort. Wenn auch nicht für tausend, so doch wenigstens für eine Nacht. Am Meer haben sich Menschen bunt durchmischt zum Trommeln zusammengefunden – einfach - um das Leben und die Freude daran zu feiern. Eines Nachts hab ich am Strand ganz gross den Stern von Israel in den Sand gezeichnet und mich still und staunend in dessen Mitte gesetzt. Über mir ein Himmel voller Sterne, unter mir diese heilige, kraftvolle, unglaublich energetisierende Erde, deren Puls ich in all meinen Zellen zu spüren glaubte.

Noch keine 20, hab ich erstmals mit meinen eigenen Augen den Taj Mahal, den heiligen Fluss Ganges, die Verbrennung der Toten an dessen Ufern und die angebeteten Kühe, mitten auf den staubigen Strasse Indiens gesehen. Die Mystik dieses Landes zu entdecken und seine Menschen zu begegnen, hat mir den Atem geraubt.

Meine Flugeinsätze haben mich um die Welt getragen. Auch nach Sri Lanka, ins Land der scharfen Curry`s und den wiggelnd lächelnden Köpfen der Einheimischen. Eine geheimnisvolle Adresse wurde für den Besuch auf dieser Insel unter den Crews weitergegeben. Fast ohne Umschweife führte daraufhin mein Weg in ein schlichtes Wartezimmer. Ein kleiner, schmaler Mann im weissen Kittel hat mich und meine beiden Kolleginnen von der Besatzung empfangen. Ein alter Handleser. Nachdem er meine Hände unter seiner grossen, alten Lupe im Detail betrachtet hatte, rollte seine Assistentin für einen Abdruck mit pechschwarzer Farbe darüber und entliess uns daraufhin. Am folgenden Tag durfte ich ein mehrseitiges Dokument abholen, in dem detailliert über mein Leben berichtet wurde. Wie viele Kinder ich haben werde, welche Probleme sie mir machen würden und wann und an was ich sterben werde. Das ging tief. Wollte ich all das doch gar nicht wirklich wissen.

Es hat mich so beschäftigt, dass ich diese Seiten eines Tages alle verbrannt habe. Weg waren diese Informationen dadurch allerdings nicht. Fest eingebrannt und abgespeichert auf meiner Festplatte. Doch die Faszination für den Osten ist geblieben und nur zu gerne würde ich heute einen Blick in diese Unterlagen werfen können. Mit meinem geschulten, handanalytischen Auge von heute würde ich es aus einer ganz anderen Perspektive betrachten. Es würde mich Wunder nehmen, wie mein Abdruck von damals ausgesehen hat und anhand welcher Zeichen und Linien er seine Aussagen auf Papier gebracht hatte.

Nach fast 10 Jahren war fertig mit der Fliegerei. Mein Bedürfnis nach Konstanz und festem Boden unter den Füssen, hat mit der Familiengründung mein ganz persönliches Grounding ausgelöst. Gefolgt von einer grossen Leere, mit der ich absolut nicht gerechnet hatte, und die viele Jahre angehalten hat. Ein sehr guter Freund von mir hat mich aus diesem Grund zu einem Handleser bringen wollen. Es brauchte Einiges an Überzeugungsarbeit von seiner Seite, da ich ja ein gebranntes Kind diesbezüglich war. Seine Argumente, dieser könne mir meine wahren Potentiale aufzeigen und den Weg erleuchten, wie ich wieder zu meiner Urenergie finden würde, liessen mich zwar skeptisch bleiben, jedoch auch aufhorchen. Schlussendlich hat meine Neugierde gesiegt und ich habe mir dieses Reading zum Geburtstag schenken lassen. Innerlich gewappnet und mit dem festen Vorsatz, mir nichts über meine Zukunft sagen zu lassen.

Dass dieses Geschenk mein Leben verändern würde, ahnte ich erst, als ich den ersten Schritt über die Türschwelle dieses Handanalytikers gemacht hatte. Instinktiv wusste ich, das ist Meines, das will ich auch, bevor er auch nur ein einziges Wort gesagt hat. Nur WAS er gesagt hat, hat mich, wie im Märchen von Dornröschen, aus einem jahrelangen Schlaf geweckt und wiederbelebt. Nachdem ein Dammbruch eine Flut von Tränen ausgelöst hat, sind meine Lebensgeister erwacht und die Energie konnte wieder fliessen.

Für mich war klar, ich will auf diesen fahrenden Zug aufspringen und sofort mit der Ausbildung beginnen. Die Handanalyse hat mich die letzten 7 Jahre begleitet, erfüllt, und mir die nötigen Werkzeuge in die Hand gegeben, auch andere zu wecken, ihnen zu helfen, ihre eigenen Dämme zu brechen und ihre Energien auch wieder fliessen zu lassen.

Manche brauchen nur ganz wenig, einen sanften Anstupser, dieses Quentchen an Bestätigung, damit sie ihren Weg wieder aufnehmen, den ihr Herz im Grunde längst schon kennt. Andere befinden sich in dichterem Nebel. Sie brauchen etwas Auftrieb um sich aufzurichten, damit sie über der Nebelgrenze und klar wieder sehen können. Erkennen, wo sie eigentlich schon immer hin wollten. Wieder Andere drehen sich in einem Kreis, aus dem sie so leicht nicht wieder raus kommen. Da braucht es etwas länger, mehr und vertiefte Arbeit und Begleitung in ihrem Prozess.

In der Handanalyse habe ich einen grossen Teil meines Lebenszwecks gefunden, meine Berufung, die ich zum Beruf gemacht habe, was mich tief erfüllt und glücklich macht.

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