Traurig und emotional vor der Menstruation

Veröffentlicht am 3. März 2020, von Bea Loosli

Emotionale Achterbahn, welche viele Frauen vor der Menstruation spüren, ist kein Zufall. Unbewusst bist du (auch wenn du schon mehrere Kinder hast oder keine möchtest) biologisch enttäuscht, dass du in diesem Zyklus wieder nicht befruchtet wurdest.

Genau, – hört sich schräg an –, kann aber biologisch in der Tat einen Zusammenhang mit deinen eher traurigen Gefühlen haben. Denn die Natur hat dir nach der letzten Mens wieder einen Nährboden aufgebaut. Sie hat auch ein Grüppchen von etwa 25 Eizellen heranreifen lassen. Und beim Höhepunkt deines monatlichen Zyklus hat sie dir einen Eisprung geschenkt. Sprich, die Siegerin dieses Grüppchen durfte beim Eisprung springen.

Diese reife Eizelle hat dann 12-28 Stunden auf ein Sperma in der Poleposition gewartet, um befruchtet zu werden. War niemand da, erlischt sie wieder und die fruchtbare Phase nimmt für diesen Zyklus ihr Ende. Nach dem Eisprung können wir nicht mehr schwanger werden. Du kannst das direkt mit dem Vollmond vergleichen. Ist der Vollmond (Eisprung) vorbei, kommt als nächstes der Leermond (Mens).

Eine Enttäuschung der Natur

Da die Natur immer noch meint, dass wir Frauen pro Frauenleben mindestens 5 bis 15 gesunde Kinder brauchen, damit unsere Sippe überleben kann, wo jung und alt sich tragen, ist sie total enttäuscht, dass wir Frauen heute nur noch zwischen 0 und 5 Kindern haben.

So sicher wie wir als Frauen in der Schweiz leben können, ist neu für die Menschheit und die Biologie. Wir «brauchen» keine Kinder mehr und keinen Mann. Wir können zur Schule gehen, eine Ausbildung machen, eigenes Geld verdienen, alleine wohnen, wenn wir in die Pension kommen gibt es eventuell noch etwas AHV bzw. Renten Geld, dann können wir in eine Alterssiedlung oder in ein Pflegeheim und dann sterben. So wie wir heute leben (können/dürfen), sind wir nicht mehr auf eine starke, unterstützende Sippe angewiesen.

Ein Leben ohne Kinder haben zu müssen ist heute möglich

Dies ist auch in der Schweiz noch relativ neu – vielen ist gar nicht mehr bewusst, dass es auch den Frauen in der Schweiz nicht immer so gut gegangen ist. Wir waren lange sehr abhängig von einem Mann und einer Familie. Es war wie eine Versicherung und ein Job für die Frau. Eine Ehe hatte nicht immer sehr viel mit Liebe zu tun. Heute ist das anders. Was besser oder schlechter ist, möchte und kann ich nicht beurteilen, das dürfen wir selber erfahren.

Das Schöne daran ist, dass wir heute die Freiheit haben, ungesunde Beziehungen zu verlassen, welche uns nicht mehr gut tun.

 

Bea Loosli

Gründerin & Inhaberin von Ladyplanet

Meine ungestillte Neugier dem natürlich Frau Sein im Einklang mit der Natur auf den Grund zu gehen, hat mich 2010 inspiriert, Ladyplanet ins Leben zu rufen.

Es liegt mir am Herzen, meine 19-jährige Erfahrung mit der natürlichen Verhütung sowie die Entdeckung der genialen Menstruationstassen authentisch, ohne Tabus und humorvoll mit den Frauen zu teilen. Nach so vielen Begegnungen mit Frauen empfinde ich die Themen Sexualität und Kinderwunsch als ebenfalls sehr wichtig, um auch hier tabulos Vorurteile und festgefahrene Situationen wenn möglich zum Wohl von allen aufzulösen.

Da ich lebe und liebe was ich an den öffentlichen Anlässen teile, finden immer mehr Frauen und Männer das Vertrauen zurück in die genialen Abläufe der Natur.

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